Mettmi 2026: Holz, Herzblut und Helfer

Wie das Kantonalschwingfest Gestalt annimmt

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Siegermuni «Wulli»: Stattlich, ruhig und mit grosser Symbolkraft.

Teil 2 unserer dreiteiligen Serie zum Zürcher Kantonalschwingfest 2026 in Mettmenstetten

Vier Monate vor dem grossen Fest ist klar: Das Zürcher Kantonalschwingfest 2026 ist nicht mehr nur ein Projekt auf Papier – es wird sichtbar, spürbar und immer greifbarer. Überall im Dorf, auf dem Festgelände und in den Köpfen der Beteiligten wächst die Vorfreude auf den grössten Anlass im Knonaueramt seit sieben Jahren.

 Anfang Oktober setzte das Organisationskomitee ein erstes, starkes Zeichen. Im Rahmen des Klubschwingets des Schwingklubs am Albis auf dem Hof Duperrex wurde der Siegermuni feierlich getauft. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher, Schwingfreundinnen und -freunde sowie Vertretende aus Politik, Wirtschaft und Sponsoring wohnten dem Anlass bei.

Der stattliche Muni trägt den Namen Wulli – ein Name, der hängen bleibt. Am Festtag wird er dem Sieger des Kantonalschwingfests überreicht. Er steht sinnbildlich für das, was den Schwingsport ausmacht: Kraft, Bodenständigkeit, Stolz und Tradition. Oder wie es ein Besucher treffend formulierte: «So ein Tier passt perfekt zu einem Fest wie diesem.»

Tradition trifft Moderne – auch bei den Ehrendamen

«Uns war wichtig, etwas zu wählen, das Tradition ausstrahlt, aber trotzdem frisch und zeitgemäss wirkt»

Nicht nur im Sägemehl, auch im repräsentativen Bereich wurden wichtige Entscheidungen getroffen. Die Trachten für die Ehrendamen sind bestimmt. Nach sorgfältiger Evaluation fiel die Wahl auf eine Kombination aus blauer Tracht mit weissem Oberteil – farblich abgestimmt auf den Kanton Zürich.

«Uns war wichtig, etwas zu wählen, das Tradition ausstrahlt, aber trotzdem frisch und zeitgemäss wirkt», erklärt Tanja Nägeli, OK-Verantwortliche für den Bereich Empfang. Die Mischung aus klassischer Tracht und Dirndl schlägt genau diese Brücke – ganz ähnlich wie der Schwingsport selbst. Die Trachten stammen vom Märithüsli Meiringen, das am Festwochenende auch mit einem Stand vor Ort vertreten sein wird. Ein Besuch dürfte sich lohnen.

Wenn aus Plänen Bauwerke werden

Auch auf dem Festgelände selbst ist bereits einiges geschehen. Besonders ins Auge fallen die grossen, hölzernen Torbögen, die künftig die Eingänge zum Festgelände markieren. Gefertigt aus Fichten- und Tannenholz aus Schweizer Herkunft, sind sie rund fünf Meter hoch und sechs Meter breit – eindrückliche Willkommensgrüsse für alle Besucherinnen und Besucher.

Weniger sichtbar, aber nicht weniger wichtig: Erste Elektrorohre und Wasserleitungen wurden mitten auf dem Schwingplatz verlegt. Zweiteres versorgt später den Schwingerbrunnen, der für viele Athleten ein zentraler Ort ist – zum Erfrischen, Innehalten und Fokussieren vor dem Gang ins Sägemehl. Ein kleines Ritual, das zum grossen Sport dazugehört.

Torbogen im Bau: Aus Schweizer Fichten-und Tannenholz gefertigt.

Hausi grüsst am Dorfausgang

Seit Ende November hat Mettmenstetten zudem einen neuen, weithin sichtbaren Dorfbewohner. Die imposante Schwingerfigur Hausi steht am Dorfausgang Richtung Affoltern am Albis und macht unübersehbar Werbung für das Kantonalschwingfest. Hausi soll nicht allein bleiben – mindestens zwei «Geschwister» sind geplant. Wo sie stehen werden, ist derzeit noch in Abklärung. Sicher ist aber: Das Dorf zeigt Flagge – und zwar gross. 

500 Helferinnen und Helfer gesucht

Ein Fest dieser Grösse lebt vom freiwilligen Engagement. Rund 500 Helferinnen und Helfer werden für das Kantonalschwingfest benötigt. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und beginnen lange vor dem eigentlichen Festwochenende. «Da werden Tribünen aufgebaut, Wege verlegt, Absperrungen montiert und Beschilderungen angebracht», erklärt Nik Junker, OK-Verantwortlicher für den Bereich Personal.

«Wer nach Feierabend noch Energie loswerden oder Überstunden abbauen möchte – bei uns ist das bestens möglich.»

Während des Festes braucht es Unterstützung in der Festwirtschaft, an den Kassen, im Service, bei der Betreuung der Ehrengäste oder bei der Reinigung. Und nach dem letzten Schwung folgt der Abbau – ebenfalls ein Kraftakt.

Die Helfereinsätze am Festwochenende sind bereits sehr gut gebucht, doch vor allem vor und nach dem Fest werden noch viele helfende Hände gesucht. Junker schmunzelt: «Wer nach Feierabend noch Energie loswerden oder Überstunden abbauen möchte – bei uns ist das bestens möglich.»

Festwirtschaft mit fairen Preisen

In der Festwirtschaft ist man bereits tief in der Detailplanung. Angebot und Preise stehen fest – und sie sollen für alle attraktiv bleiben. «Ein Schwingfest lebt auch von seiner Festwirtschaft. Man soll sich zu fairen Preisen verpflegen können», betont Tanja Breuss aus dem OK.

«Ein Schwingfest lebt auch von seiner Festwirtschaft. Man soll sich zu fairen Preisen verpflegen können»

Ein 5.8dl-Bier kostet 7 Franken, Most 6 Franken, ein Steak mit Kräuterbutter und Brot 11 Franken, die Schweinsbratwurst mit Pommes und Brot 13 Franken. Klingt bodenständig – und genau so soll es sein. En Guete!

Gut unterwegs – auch organisatorisch

Ein weiterer Meilenstein war die zweite OK-Klausur. Dabei wurde der Stand der Arbeiten überprüft, offene Fragen diskutiert und die nächsten Schritte definiert. Die Stimmung im Gremium ist durchwegs positiv. «Man spürt, dass alle mit Herzblut dabei sind. Die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut», fasst OK-Präsident Mirco Kurt zusammen.

Parallel dazu laufen zahlreiche weitere Arbeiten im Hintergrund: Sicherheitskonzepte, Verkehrs- und Parkplatzlösungen, Sponsorenbetreuung und die Ausgestaltung des Rahmenprogramms. Vieles davon bleibt unsichtbar – ist aber entscheidend für ein gelungenes Fest.

Mettmi ist bereit – und bleibt dran

Dass der Schwingsport auch über das Jahr 2026 hinaus bereits geplant wird, zeigte sich kürzlich auf kantonaler Ebene: An der Delegiertenkonferenz des Kantonalen Schwingerverbands ZKSV in Obfelden genehmigten die rund 170 Delegierten einstimmig die Durchführung des Zürcher Kantonalschwingfests 2027 in Niederweningen im Wehntal.

Für die Schwingfans ist die Reihenfolge jedoch klar. Bevor der Blick ins Jahr 2027 geht, steht zuerst Mettmenstetten im Mittelpunkt. Im Mai 2026 trifft sich der Zürcher Schwingsport in «Mettmi» – und darauf liegt aktuell die ganze Aufmerksamkeit.

Mitte März startet der Ticketvorverkauf, und Schritt für Schritt nimmt das Fest weiter Form an. Das Fazit des OK ist eindeutig: Mettmenstetten ist auf Kurs. Mit grossem Engagement, breiter Unterstützung aus der Bevölkerung und spürbarer Vorfreude.

Fortsetzung folgt.

Wer bis dahin nichts verpassen möchte, folgt am besten dem offiziellen Instagram-Kanal @mettmi2026, abonniert den WhatsApp-Kanal oder informiert sich laufend auf www.mettmi2026.ch. Alle Links sind auf der Website.

Cheyenne Wyss
Redaktionsteam Mir z’Mättmistette

Artikel abgedruckt mit Erlaubnis der Redaktion «Mir z'Mättmistette»